Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein - Worauf muss ich als Bewerber achten?

Zertifizierungspflicht für private Arbeitsvermittler ab 2013!

Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine können je nach ausstellendem Sachbearbeiter variieren. Worauf Sie genau achten müssen, zeigen wir Ihnen hier auf:

Achten Sie darauf, dass der Gutschein mit Bundesweit oder Bundesgebiet , oder zumindest mit der Region, in der Sie zukünftig tätig sein möchten, ausgestellt wird! Wichtig ist dieser Aspekt dafür, dass Sie sich auch für Jobangebote in anderen Bundesländern bzw. Regionen oder Gebieten bewerben können. Natürlich sind Sie deshalb keinesfalls verpflichtet, auch eine Stelle bundesweit anzunehmen oder sich hierfür zu bewerben. Es wird lediglich ein Raum festgelegt, in dem der Arbeitsvermittler Ihrer Wahl seinen Sitz haben muss und in den er Sie – immer nur mit Ihrer Zustimmung - vermitteln darf. Hier gilt: Je größer der mögliche Raum, desto besser für Sie.

Beachten Sie: Bremen gehört bspw. nicht zur Region Hannover, könnte aber für den einen oder anderen interessant sein, wenn die Position stimmt.



Gültigkeitszeitraum



Achten Sie ebenfalls auf den Gültigkeitszeitraum des Gutscheins! Dieser beträgt in der Regel 3 Monate! Innerhalb dieses Zeitraumes, können Sie mit dem AVGS vermittelt werden. Es gibt auch Ausnahmen, wenn z. B. der Anspruch auf ALG1 ausläuft, wechselt der AS zum JobCenter. Hier kann der AVGS auch für 1 Woche ausgestellt werden.



Unterschrift

Wichtig: es wird manchmal vergessen den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein zu unterschreiben! Ohne Unterschrift ist ihr AVGS nicht gültig!





Hinweise



Sollte auf Ihrem AVGS dieser Absatz auftauchen, lassen Sie sich bitte nicht verunsichern. Er ist für Fälle gedacht, in denen Schulungen stattfinden sollen und rutscht von Zeit zu Zeit auch in AVGS, die für die Vermittlung ausgestellt werden. Im SGB III ist im §296 Abs. 1, Satz 1 zweifelsfrei geregelt, dass jede Vermittlungsdienstleistung im Rahmen der Arbeitsvermittlung ausnahmslos in einem schriftlichen Vertrag festgehalten werden muss (wörtlich „… Ein Vertrag, nach dem sich ein Vermittler verpflichtet, einer oder einem Arbeitsuchenden eine Arbeitsstelle zu vermitteln, bedarf der schriftlichen Form. …“). Diesen fordern die Arbeitsagenturen und JobCenter bei Einlösung der AVGS auch von uns Vermittlern zur Einsicht ein. Das Einfügen der Passage kann somit als Versehen betrachtet und ignoriert werden. Auch eine Agentur kann hier mal einen Fehler machen. Einen neuen AVGS zu beantragen ist nicht notwendig.

(alle Angaben ohne Gewähr)